„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage im Erstgespräch – und die, auf die viele Agenturen am ungernsten antworten. Wir machen es anders. Hier steht, woraus sich der Preis zusammensetzt, wie er mit der Seitenzahl wächst, welche Kosten nach dem Launch wirklich anfallen – und warum ein Angebot über 3.000 € für drei Seiten nichts über die Qualität aussagt. Mit echten Zahlen, nicht mit „kommt drauf an“.
Warum es keine Pauschalantwort gibt – aber Richtwerte
Eine Website ist kein Produkt aus dem Regal, sondern eine Dienstleistung mit sehr unterschiedlichem Umfang. Fünf Faktoren bestimmen den Preis fast vollständig:
- Umfang. Ein Onepager mit Leistungen, Über uns und Kontakt ist etwas anderes als zwölf Unterseiten mit Standorten, Team und Ratgeber. Jede Seite braucht Struktur, Text, Bilder und Prüfung.
- Inhalte. Liegen Texte, Fotos und Logo vor – oder entstehen sie im Projekt? Texten, Bildauswahl und Bildbearbeitung sind oft die Hälfte der Arbeit.
- Design. Eine angepasste Vorlage ist schnell, ein individuelles Design-System aus Typografie, Farben und Komponenten braucht Konzept und Abstimmung. Es zahlt sich aus, weil die Website dann deinem Unternehmen gehört und nicht aussieht wie tausend andere.
- Funktionen. Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Download-Bereiche, Karten, Konfiguratoren oder gleich eine individuelle Web-App erhöhen den Aufwand deutlich.
- Rechtliches. Barrierefreiheit nach WCAG, Datenschutz ohne Cookie-Banner, Impressum und saubere Kontaktwege sind bei uns Standard – bei anderen ein Aufpreis oder eine spätere Nachbesserung.
Alles, was danach kommt – Hosting, Domain, Pflege, Weiterentwicklung – gehört ebenfalls zu den Kosten einer Website. Wer nur den Erstellungspreis vergleicht, vergleicht die halbe Rechnung.
Unsere Preise im Überblick
Wir arbeiten mit drei klaren Modellen. Alle Beträge sind Richtwerte; das konkrete Angebot hängt von Umfang und Zielen ab.
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Website erstellen lassen | einmalig ab ca. 980 € | Konzept, individuelles Design, Entwicklung als statische Website, Rechtstexte, SEO-Basis, Launch und Übergabe. Code und Projekt gehören dir. |
| Betreuung & Wartung | ab 49 € im Monat | Hosting in Deutschland, SSL, Domain-Verwaltung, Monitoring, Sicherheit und Datenschutz auf dem Stand der Technik, kleine Änderungen und Inhaltsupdates inklusive. Beginnt nach dem Launch, jederzeit zum Monatsende kündbar. |
| Website mieten | ab 89 € im Monat | Für zeitlich begrenzte Vorhaben: keine Einrichtungsgebühr, Design, Entwicklung, Hosting und Betreuung in einer Pauschale. Die Website bleibt bei uns und wird nach Vertragsende nicht ausgelagert. |
Einfache Websites für Selbstständige liegen am unteren Ende, mehrseitige Unternehmensauftritte mit Standort- und Leistungsseiten darüber. Was genau in deinem Fall sinnvoll ist, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – danach bekommst du ein Angebot mit Festpreis.
Wie der Preis mit der Seitenzahl wächst
„Ab 980 €“ ist ein Startpunkt, keine Antwort. Deshalb legen wir die Staffel offen, mit der wir tatsächlich kalkulieren. Gezählt werden Seiten mit eigenem Inhalt – Impressum, Datenschutzerklärung, Fehlerseite und die Themenübersichten eines Ratgebers gehören selbstverständlich dazu, zählen aber nicht mit.
| Umfang | Typische Struktur | Einmalig |
|---|---|---|
| Onepager | Angebot, Über uns und Kontakt auf einer Seite | ab ca. 980 € |
| bis 5 Unterseiten | Start, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt | ab ca. 1.700 € |
| bis 10 Unterseiten | dazu einzelne Leistungsseiten, Team, FAQ | ab ca. 2.300 € |
| bis 30 Unterseiten | dazu Standorte, Branchenseiten, Ratgeber mit Artikeln | ab ca. 4.200 € |
Der Preis steigt langsamer als die Seitenzahl, und das hat einen handfesten Grund: Der aufwendigste Teil eines Projekts ist das Design-System – Typografie, Farben, Abstände, Buttons, Karten, Formulare, Navigation. Das entsteht einmal und gilt danach überall. Die ersten Unterseiten kosten deshalb rund 140 € pro Stück, die letzten in einem 30-Seiten-Projekt noch etwa 95 €. Ein Ratgeber mit fünfzehn Artikeln ist kein fünfzehnfacher Aufwand, sondern ein Artikel-Layout plus fünfzehn Texte.
Teurer wird es nicht durch Seiten, sondern durch Sonderfälle: eigene Layouts statt wiederkehrender Bausteine, Mehrsprachigkeit, Terminbuchung, geschützte Downloadbereiche, Schnittstellen zu anderen Systemen – und Texte, die vollständig bei uns entstehen. Solche Punkte stehen im Angebot einzeln, damit du sie streichen oder in eine zweite Phase schieben kannst.
Die monatliche Betreuung steht bewusst nicht in dieser Tabelle. Sie richtet sich nicht nach der Seitenzahl, sondern nach dem Umfang, den du tatsächlich brauchst: Eine Website mit dreißig Seiten, die ein Jahr lang unverändert läuft, kostet in der Betreuung weniger als ein Onepager, an dem jeden Monat Inhalte entstehen. Sie beginnt bei 49 € im Monat und wird im Angebot passend festgelegt. Bei der Miete steckt die Entwicklung in der Monatspauschale – sie startet bei 89 € und wächst deshalb sehr wohl mit dem Umfang der Website, dafür entfällt der einmalige Betrag.
Was im einmaligen Preis steckt
Der Erstellungspreis deckt den gesamten Weg bis zum Livegang ab. Bei uns sind das sechs Schritte:
- Briefing und Zielbild. Was soll die Website erreichen, wer besucht sie, was sollen diese Menschen tun?
- Struktur und Inhalte. Seitenplan, Texte, Bildauswahl. Wir schreiben mit, wenn Texte fehlen.
- Design-System. Typografie, Farben, Abstände, Komponenten – einmal definiert, überall konsistent.
- Entwicklung als statische Website. Handgeschriebenes HTML und CSS, minimales JavaScript, keine Plugins. Warum das die solidere Basis ist, erklärt unser Artikel Statische Website erklärt.
- Qualitätssicherung. Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA, Ladezeiten, alle Kontaktwege, Darstellung auf Smartphone und Desktop.
- Launch und Übergabe. Dokumentation, Zugänge, Einweisung.
Nicht enthalten sind Fremdkosten wie Domain, E-Mail-Postfächer oder Stockfotos – die liegen je nach Anbieter bei wenigen Euro im Monat und laufen direkt über dich.
Laufende Kosten ehrlich gerechnet
Hier unterscheiden sich Websites stärker als beim Erstellungspreis. Bei einem klassischen CMS wie WordPress entstehen laufende Posten, die im Angebot selten stehen: Managed Hosting mit Datenbank, Lizenzen für Page-Builder, Formular-, Backup- und Sicherheits-Plugins, Zeit für wöchentliche Updates – und im Ernstfall Notfall-Stunden, wenn ein Update die Seite lahmlegt oder die Installation gehackt wurde.
Bei einer statischen Website fällt dieser Block weg. Es gibt keine Plugins, die gepatcht werden müssen, und kein Admin-Login, den Bots angreifen. Deshalb können wir die Betreuung anders nutzen: Die monatliche Pauschale fließt nicht in Sicherheitsupdates, sondern in Verfügbarkeit, Datenschutz und deine Inhalte. Kleine Änderungen, neue Texte, aktualisierte Öffnungszeiten oder Rechtstexte sind inklusive – meist innerhalb von ein bis zwei Werktagen online.
Dazu kommt, was jede Website braucht: Domain (meist 10 bis 20 € im Jahr) und E-Mail-Postfächer (je nach Anbieter wenige Euro im Monat). Mehr nicht. Keine Analytics-Lizenz, kein Consent-Management-Abo, keine Werbekampagne, die nur wirkt, solange du zahlst.
Kaufen oder mieten?
Kaufen ist unser Hauptangebot und für die meisten Unternehmen die richtige Wahl: Du investierst einmal, die Website gehört dir vollständig, und die Betreuung danach ist planbar und kündbar. Nach zwei bis drei Jahren hast du weniger ausgegeben als im Mietmodell – und ein Projekt, das du jederzeit woanders weiterbetreiben könntest.
Mieten lohnt sich, wenn das Vorhaben zeitlich begrenzt ist: eine Kampagne, ein Event, ein Pilotprojekt, ein Angebot, das erst getestet werden soll. Du sparst die Einrichtungsgebühr und hast alles in einer monatlichen Pauschale. Der Preis dafür ist, dass die Website in unserem Betrieb bleibt und nach Vertragsende nicht mitgenommen werden kann.
Der Baukasten für 10 bis 30 € im Monat sieht daneben günstig aus – warum das selten stimmt, steht in Website vs. Baukastensystem.
Was andere für drei Seiten aufrufen
Wir bekommen regelmäßig Angebote zu sehen, die Interessent:innen vorher woanders eingeholt haben. Darin wiederholt sich ein Muster: eine Website mit Startseite und zwei, drei Unterseiten, dazu ein „SEO-Paket“ – und ein Preis zwischen 3.000 und 5.000 €. Das ist keine Statistik, sondern unsere Erfahrung aus Erstgesprächen – sie wiederholt sich nur so verlässlich, dass wir sie hier nennen.
Der naheliegende Schluss – teurer heißt gründlicher – stimmt in dieser Form nicht. Ein hoher Preis kann für Sorgfalt stehen: für Konzeption, Recherche, geschriebene Texte, eigene Fotografie. Er kann aber auch für alles stehen, was nie auf der Website landet – Vertrieb, Angebotserstellung, Projektleitung, Account-Management, Übergaben zwischen Abteilungen, Büroflächen. Je größer die Agentur, desto größer der Anteil, der die Organisation trägt statt die Website.
Einen Hinweis darauf, wohin das Geld fließt, gibt die eingesetzte Technik. Wenn für 4.000 € drei Seiten entstehen und das Ergebnis eine WordPress-Installation mit gekauftem Theme und Page-Builder ist, wurde nicht individuell entwickelt, sondern konfiguriert. Der Aufpreis bezahlt dann selten die Handarbeit – er bezahlt die Infrastruktur drumherum: Plugin-Lizenzen, Managed Hosting mit Datenbank, wöchentliche Updates, Backups und die Stunden, die ein Sicherheitsvorfall kostet. Diese Posten fallen bei der Agentur an, bevor die erste Zeile Text geschrieben ist, und sie müssen eingepreist werden. Das ist keine böse Absicht, sondern die Folge einer Architektur, die dauerhaft Pflege verlangt. Warum das strukturell so ist, erklärt WordPress-Sicherheitslücken.
Zum Vergleich: Der obere Rand dieser Spanne entspricht bei uns einer Website mit bis zu 30 Unterseiten – individuell gestaltet, statisch entwickelt, auf Barrierefreiheit geprüft.
Sechs Fragen, die Angebote vergleichbar machen
- Wie viele Seiten sind enthalten – und was kostet die elfte?
- Individuelles Design oder gekauftes Theme? Beides ist legitim, aber nur eines rechtfertigt einen Designpreis.
- Womit wird gebaut – und wer pflegt das danach?
- Was kostet der Betrieb im zweiten und dritten Jahr, inklusive Lizenzen und Zeit für Updates?
- Gehören dir Code und Projekt nach dem Launch?
- Was heißt „SEO“ konkret? Struktur, Ladezeit, Inhalte und ein gepflegtes Unternehmensprofil sind Handwerk; ein Paketname allein ist noch keine Leistung.
Wer diese Fragen an zwei Angebote stellt, sieht in zehn Minuten, wofür die Differenz steht. Manchmal ist der höhere Preis berechtigt – bei Shops, Mehrsprachigkeit, Redaktionssystemen oder Schnittstellen zu einer Warenwirtschaft. Manchmal trägt er vor allem die Organisation dahinter.
Wo Websites teuer werden – die versteckten Kosten
- Nachbesserungen. Barrierefreiheit, Datenschutz oder Ladezeit „später“ nachzurüsten kostet mehr als sie von Anfang an mitzudenken.
- Abhängigkeiten. Ein Baukasten oder ein Theme, aus dem du nicht mehr herauskommst, macht jeden Wechsel zum Neuanfang.
- Werkzeuge, die niemand braucht. Tracking-Suiten, Tag-Manager, Chat-Widgets und Consent-Banner kosten Geld, Ladezeit und Vertrauen. Für Sichtbarkeit reicht die Google Search Console – kostenlos und ohne Cookie-Banner.
- Bezahlte Reichweite statt Substanz. Anzeigen bringen Besucher:innen, solange Budget fließt. Dem organischen Ranking helfen sie langfristig nicht. Gute Inhalte und ein gepflegtes Google Unternehmensprofil wirken dauerhaft.
So setzt du dein Budget sinnvoll ein
Wenn das Budget begrenzt ist, priorisieren wir gemeinsam: eine starke Startseite, klare Leistungsseiten, ein Kontaktweg, der funktioniert, und eine saubere technische Basis mit SEO-Grundlagen. Ratgeber, weitere Standorte oder Funktionen kommen in einer zweiten Phase dazu – die Website ist so gebaut, dass sie mitwächst, ohne dass etwas neu gemacht werden muss.
Fazit
Eine gute Website kostet einmalig ab etwa 980 €, mit fünf Unterseiten rund 1.700 € und mit dreißig etwa 4.200 € – im Betrieb ab 49 € im Monat, inklusive Hosting, Sicherheit, Datenschutz und laufender Änderungen. Der Preis entsteht aus Umfang, Inhalten, Design, Funktionen und Rechtlichem, nicht aus Geheimnissen. Und die günstigste Website ist selten die mit dem niedrigsten Erstellungspreis, sondern die, die über Jahre verlässlich läuft.
Wenn du wissen willst, was dein Vorhaben konkret kostet: Schreib uns kurz, was du planst. Über unsere Kontaktseite stellst du in einer Minute eine Anfrage zusammen – und bekommst ein Angebot mit Festpreis, ohne Verkaufsdruck.
Zuletzt aktualisiert am 7. September 2026